Untere Tuxbachüberleitung, Tirol

Untere Tuxbachüberleitung, Tirol

Von der ersten Kartierung im Herbst 2011, Erkundungsphase, Einreichphase, Ausschreibungsplanung über die geologische Dokumentation

und Beratung vor Ort bis zur Erstbefüllung im Juli 2020 wurde das Projekt Untere Tuxbachüberleitung (Überleitungsstollen mit bis zu 25 bar Innendruck) durch die Geologen der AFRY Austria GmbH betreut.

Im 2. Halbjahr 2010 wurde die damalige Pöyry Infra GmbH von der Verbund Hydro Power GmbH beauftragt mit einer ersten Kartierung des Projektgebietes der unteren Tuxbachüberleitung. Dabei wurde das Augenmerk vor allem auf die Bereiche der Ein- bzw. Auslaufbauwerke im Tuxer Tal bzw. Stilluptal und die Durchquerung des Zemmtales gelegt. Dabei wurde eine Variante der Trassenführung und einige Deponiestandorte sowie Bauflächen kartiert und bewertet. Ab dem Jahr 2012 wurde mit der wasserwirtschaftlichen Beweissicherung begonnen, die bis 1 Jahr nach der Inbetriebnahme fortgeführt wird.

Begleitend wurde die Einreichplanung mit ausgearbeitet, diverse Beiträge für die verschiedenen behördlichen Bewilligungen erstellt und Erkundungsmaßnahmen (Bohrungen, Schürfe, Probennahme, Laborversuche etc.) betreut. Im Bereich des Zemmtales wurde zudem eine geophysikalische Messkampagne zur Erkundung der Lockergesteinsmächtigkeiten durchgeführt, um den Verlauf der Felslinie zu beurteilen.

 

Untere Tuxbachüberleitung, Tirol
Untere Tuxbachüberleitung, Tirol

Ab dem Jahr 2017 erfolgte nach einer Betreuung in der Ausschreibungsplanung dann die geologische Dokumentation und Beratung während der diversen Vortriebe (Sprengvortriebe, TBM -Vortriebe (ca. 7,5 km), Rohrschirmvortriebe, Unterdükerung Zemmtal). Im Zuge des Vortriebes wurde die wasserwirtschaftliche Beweissicherung entsprechend der Bescheidauflagen mit verdichteten Messintervallen fortgeführt und bei Bedarf gemeinsam mit der Projektleitung den Anrainern erläutert.

Im Rahmen der Vortriebsarbeiten ergaben sich Anpassungen und Optimierungen an Ringbetonstrecken und Injektionsabschnitten. Durch baubegleitende geologisch – geotechnische Evaluierungen hinsichtlich der Standfestigkeiten und des Erosionspotentials im anstehenden Gebirge sowie weiteren geotechnischen Messkampagnen wie z.B. Primärspannungsmessungen, WD- Tests , etc. konnte die Länge der vorgesehenen Ringbetonstrecke deutlich minimiert werden.

Im Sommer 2020 fand die erste Befüllung und Standprobe statt; nach der ersten Entleerung im Herbst 2020 konnten im Rahmen der Inspektion des Überleitungsstollen die angewandten Maßnahmen und Vorgehensweisen voll bestätigt werden.

Fakten zu dem Projekt

Auftraggeber: Verbund Hydro Power GmbH

Dienstleistungen:

  • Geologisch-geomorphologische Kartierung und Luftbildauswertung
  • Detailkartierungen (Deponieflächen, Einlaufbauwerk, etc.)
  • Erstellung von Ausschreibungsunterlagen (Einteilung in Gebirgsarten, Vortriebsklassen, etc.)
  • Hydrologische Beweissicherung (45 Quellen) und Probenahme (30 Quellen) Interpretation der bakteriologischen, chem. und isotopenchemischen Analysenergebnisse
  • Geologische Dokumentation und Beratung während des Vortriebes
  • Geophysikalische Karst – Hohlraumerkundung (Georadar)
  • Injektionskonzept und Beratung (Abdichtungsinjektionen, Vorspanninjektionenen, etc.)
  • Konzept zur Wasserhaltung der Baugrube Düker Zemm, Brunnendimensionierung und Grundwassermodell
  • Bescheidauflagen Management
  • Claim Management bei Mehrkostenforderungen

Bearbeitungszeitraum: 2011 - 2020

Location: Mayrhofen, Tirol, Österreich

Johanna Patzelt
Business Manager, Geotechnik & Geophysik

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Hans Eichiner
Leitender Geologe

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