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Fahrleitung

Ein zuverlässiges Eisenbahnsystem im Nah- und Fernverkehr durch die Fahrleitungsplanung

Die Bahninfrastruktur wird ausgebaut, damit die Kapazität des Netzes erhöht und das Verkehrsangebot optimiert werden kann. Dabei ist die Energieversorgung ein wichtiges Element zur Sicherstellung eines zuverlässigen Eisenbahnsystems.

Die Energieversorgung der Triebfahrzeuge erfolgt über die Fahrleitung. Die Fahrleitungen für den Nah- wie den Fernverkehr werden mit Kettenwerken gebildet, bestehend aus Tragseil und Fahrdraht. Für eine optimale Fahrdynamik werden mehrheitlich vollnachgespannte Systeme verwendet. Damit wird sichergestellt, dass die Stromübertragung vom Fahrdraht zum Pantographen auch bei sich verändernden Temperaturbedingungen kontinuierlich erfolgt.

In Tunneln kommen auch andere Systeme zum Einsatz. Der Ceneribasistunnel wurde mit einer Deckenstromschiene ausgerüstet. Dieses System überzeugt v.a. dadurch, dass es sehr unterhaltsarm ist.

Die neuen Alpentransversalen wie Lötschberg-, Gotthard- und Ceneribasistunnel wurden und werden für Betriebsgeschwindigkeiten bis 250 km/h geplant und gebaut. Die besonderen klimatischen Bedingungen, gepaart mit hohen Druckkräften im Tunnel gilt es bei der Auslegung der Fahrleitungsanlage zu beachten. Die Anforderungen der Interoperabilität (unterschiedliche Lokomotiven und Pantographen) bilden dabei eine zusätzliche Herausforderung.

Im Nahverkehr sind andere Herausforderungen zentral. Insbesondere sind die Möglichkeiten für das Platzieren von Fahrleitungsmasten im städtischen Umfeld sehr eingeschränkt. Der Planungsperimeter befindet sich mehrheitlich im Strassenraum und im stark überbauten Gebiet.

Der Umbau von bestehenden Infrastrukturen unter Betrieb erfordert grosse und umsichtige Planung. Es geht darum, eine Vielzahl von verschiedenen Bauzuständen zu planen. Die notwendigen Provisorien müssen mit dem Betrieb abgestimmt werden. Die unzähligen Schnittstellen mit den anderen Elementen der Bahntechnik sind minutiös in die Planung miteinzubeziehen, damit bei den jeweiligen Phasenumstellungen alles reibungslos abläuft.

Nebst den vorwiegend mechanischen Aspekten der Fahrleitungsanlage gilt es auch die elektrotechnischen Aspekte wie Sektionierung, Schaltschemata, Schaltanlagen sowie Erdung– und Stromrückführung zu planen. Dazu kommen die bautechnischen Aspekte, wie das Bestimmen der Fundamenttypen auf Basis der geotechnischen Informationen.

Kernkompetenzen

Von der Studie zur Inbetriebsetzung

  • Fahrleitungsplanung über alle Phasen

Submission / Vergabe

  • Erstellen von Submissionsunterlagen
  • Angebotsprüfung und Vergabeantrag
  • Überwachung Einhaltung Werkvertrag
  • Technische und werkvertragliche Abnahmen

Umgang mit Spezialfällen

  • Dimensionierung von Mastfundamenten je nach Baugrund
  • Statische Berechnungen bei Aufsetzen von Fahrleitungsmasten auf bestehende Anlagen (Perrondächer, Brücken und andere Kunstbauten, Gebäude)

Bauherrenunterstützung / Koordination

  • Koordination mit anderen Gewerken der Bahntechnik sowie mit dem Bahntiefbau
  • Bauphasenplanung
Nicola Norghauer
Leiter Marktbereich Technics & Technology, Schweiz

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