Zauneidechsenschutz

Fachartikel veröffentlicht: Zauneidechsenfunde im Winter

22/11/2021

Zauneidechsenfunde im Winter

Überwinternde Zauneidechsen in geringer Bodentiefe für die umweltfachliche Bauüberwachung von großer Bedeutung

Während der Begleitung von Pflegemaßnahmen auf einer Kompensationsfläche hat Marcus Frese, Experte in der umweltfachlichen Bauüberwachung bei AFRY in Hannover, gemeinsam mit Ina Blanke überwinternde Zauneidechsen in geringer Bodentiefe dokumentiert.

Der Umgang mit dem strengen Artenschutz in der Bauausführung ist ein regelmäßig auftretendes Thema, Funde überwinternder Zauneidechsen knapp unter der Oberfläche sind jedoch ein seltener Fund, da in der gängigen Fachliteratur stets von tieferen Überwinterungshabitaten gesprochen wird. Der Austausch von Beobachtungen und neuen Erkenntnissen aus der Praxis ist für die umweltfachliche Bauüberwachung von großer Bedeutung, sodass Ina Blanke und Marcus Frese hierzu einen Fachartikel verfasst haben.

Überwinterungshabitat Zauneidechse
Überwinterungshabitat Zauneidechse

Zur Überwinterung ziehen sich Zauneidechsen in der Regel in Erdlöcher und -baue, Steinhaufen, Felsspalten, Reisighaufen sowie unter Baumstümpfe und Moospolster zurück. Die Art verbringt bis zu sechs Monate in ihren Winterquartieren. Mit Blick auf den strengen Artenschutz spielen überwinternde Zauneidechsen in der Genehmigungsplanung sowie im Zuge der umweltfachlichen Bauüberwachung somit schon immer eine wichtige Rolle. Unter anderem bei Baufeldräumungen und Bodenarbeiten in Zauneidechsen-Lebensräumen können Eingriffe in Überwinterungshabitate erfolgen.

Wie der Artikel „Zufallsfunde überwinternder Zauneidechsen bei Pflegemaßnahmen“ (RANA 22) von Ina Blanke und Marcus Frese zeigt, finden sich die Überwinterungsquartiere der Art – abweichend von Angaben in der gängigen Fachliteratur - teilweise auch sehr knapp unterhalb der Bodenoberfläche.

Der Zufallsfund einer Zauneidechse ergab sich im Zuge winterlicher schonender Pflegemaßnahmen (u. a. händische Gehölzentfernung) auf einer Kompensationsfläche in weniger als 10 cm Tiefe unter der Bodenoberfläche in einem Hohlraum. Für die Praxis zeigt sich damit, dass Flächen mit Überwinterungsstrukturen der Art besonders schonend zu pflegen sind, da auch bei oberflächennahen Räumungsarbeiten im Winter mit einem Vorkommen von Zauneidechsen zu rechnen ist.

Der Artikel „Zufallsfunde überwinternder Zauneidechsen bei Pflegemaßnahmen“ von Ina Blanke und Marcus Frese erschien in der Zeitschrift für Feldherpetologie RANA Heft 22 von 2021 und ist direkt beim Verlag per Telefon (+4933708-20431) oder per Email (shop@naturundtext.de) bestellbar. 

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Christoph Faas

Abteilungsleiter Umweltplanung Hannover

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