Heizkraftwerk Mainova in Frankfurt

Immissionsrechtliches Genehmigungsmanagement für das HKW West in Frankfurt am Main

Immissionsrechtliches Genehmigungsmanagement für das HKW West in Frankfurt am Main

Das Heizkraftwerk West der Mainova AG versorgt als größter Erzeugungsstandort der Mainova AG einen großen Teil Frankfurts mit Strom und Wärme. Mit AFRY wird der Weg zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für den Kohleausstieg geebnet.

Das Kohleausstiegsgesetz sieht vor, die Kohleverstromung in Deutschland schrittweise zu verringern und bis spätestens Ende 2038 vollständig zu beenden, um den Umbau der Energieversorgung auf nachhaltige Energie voranzutreiben.

Um diesen Vorsatz für Frankfurt am Main - eine der größten Städte Deutschlands - bis zum Jahr 2030 umzusetzen, hat die Mainova AG das Kohleersatzprojekt (KEP) auf den Weg gebracht.

Seit 1990 bestehen im HKW West die beiden Steinkohleblöcke 2 und 3 und seit 1993 eine Gasturbine mit Abhitzekessel. Seit 2017 sind zudem zwei gasbetriebene Hilfsdampferzeuger zur Spitzenlastabdeckung im Einsatz.

Im Rahmen des KEP ist nun der Ersatz der beiden Steinkohleblöcke durch zwei hocheffiziente Gasturbinen mit Abhitzedampferzeugern geplant. Darüber hinaus werden im Bestand zwei gasbetriebene Dampfturbinen und ein weiterer Dampferzeuger errichtet und betrieben. Die Gesamtfeuerungswärmeleistung am Standort des Heizkraftwerkes West beträgt nach Realisierung rund 872 MW.

Gasturbine Heizkraftwerk
© Mainova AG

Langfristig stellt das Unternehmen jedoch nicht nur einfach von Kohle auf Gas um, sondern denkt den nächsten Schritt gleich mit:. Das neue Kraftwerk wird in der Lage sein, CO2-freie Gase, beispielsweise klimaneutral erzeugten Wasserstoff, zu nutzen. Die voraussichtliche CO2-Ersparnis erreicht dabei ca. 400.000 Tonnen jährlich.

AFRY wurde u.a. mit der Erstellung des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsantrages gemäß §16 (1) BImSchG, der Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung sowie mit dem Genehmigungsmanagement beauftragt. AFRY hat diesen Auftrag durchgeführt und konnte die Einreichung der Antragsunterlagen unter Berücksichtigung des engen Terminplans fristgerecht realisieren.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung wurde von AFRY in enger Abstimmung mit der genehmigenden Behörde auf Grund der Höhe der mitgenutzten Schornsteine im Bestand für einen Radius von über 6 km durchgeführt, der weite Teile des Frankfurter Stadtgebiets und eine Vielzahl umliegender Schutzgebiete einschließt.

Für dieses Vorhaben ist im Rahmen des förmlichen Genehmigungsverfahrens eine Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 10 BImSchG erforderlich. Mit langjähriger Erfahrung im Bereich Genehmigungsmanagement wird AFRY daher auch die Mainova AG im Rahmen des Einwendungsmanagements unterstützen, um dem berechtigten Interesse der Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Mainova Heizkraftwerk
© Mainova AG

Aus der Größe und Komplexität der geplanten Anlage ergeben sich die speziellen Herausforderung dieses Projektes. Darüber hinaus stellt die Lage des HKW West nahe des Zentrums der Frankfurter Innenstadt besondere Ansprüche an den Immissionsschutz und die Einbindung in das städtebauliche Gesamtkonzept.

Dank der engen Zusammenarbeit der Auftraggeberin, den technischen Planern und dem Genehmigungsmanagement ist AFRY stolz darauf, seinen Anteil zu diesem zukunftsorientierten Projekt beitragen zu können.

Ingo Banditt - Department Head Environmental Engineering, Cologne, Germany
Ingo Banditt
Abteilungsleiter Umweltplanung Köln

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